Alle Kinder sollen schwimmen können!

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 655

Jedes zweite Grundschulkind in Deutschland kann nicht sicher schwimmen. Für die SPD-Fraktion Freiburg ein Alarmsignal. „Das Problem betrifft auch Freiburg, dies zeigen die Zahlen: Die Badeunfälle nehmen zu, gleichzeitig aber sind Schwimmkurse hoffnungslos ausgebucht“, so Stefan Schillinger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Um diesem negativen Trend entgegen zu wirken könnte es ein wirksames Mittel sein, Übungsleiter von Schwimmvereinen und Schwimmschulen zur Unterstützung von Sportlehrkräften einzusetzen. „Viele Lehrer arbeiten beim Schwimmunterricht mit Schülern, die Nichtschwimmer sind und gleichzeitig mit Kindern, die bereits sicher schwimmen können. Eine individuelle Förderung wäre wichtig, damit alle Kinder das Schwimmen auch erlernen können. Dies ist unter diesen Voraussetzungen so gut wie nicht möglich“, meint Julia Söhne, stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Andere Ursachen sind neben den mangelnden Badekapazitäten in Freiburg oft auch finanzielle Aspekte: So gibt es in Freiburg immer mehr Familien, die nicht über die notwendigen finanziellen Ressourcen verfügen, um ihren Kindern einen Schwimmkurs zu ermöglichen. Um das Problem anzugehen und die Quote der Kinder, die nicht schwimmen können, zu verringern, möchte die SPD-Fraktion nun gemeinsam mit anderen Fraktionen der Stadtverwaltung vorschlagen, eine modellhafte Kooperation von Schulen mit Schwimmvereinen und Schwimmschulen zu starten. Professionelle Übungsleiter könnten die Lehrkräfte unterstützen und durch eine verbesserte Betreuung dazu beitragen, dass alle Kinder im Schulunterricht die Chance haben, das sichere Schwimmen zu erlernen.