Auch die Eishalle ist Sport-Standort Freiburg!

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 593

Am kommenden Dienstag hat der Gemeinderat den „Grundsatzbeschluss zum weiteren Vorgehen“ in Sachen Eissporthalle in Freiburg auf der Tagesordnung: Es geht um den Beschluss für einen Neubau an einem anderen Standort. Auch wenn es wohl Ratsmitglieder geben soll, die sich mit dieser Entscheidung schwer tun, für die SPD-Fraktion steht fest, was die Fraktionsvorsitzende Renate Buchen bereits zum Beschluss der Statik-Sanierungen im April 2009 forderte: zügig mit den Planungen für einen Neubau beginnen!

Bis dahin muss noch ein geeigneter Standort gefunden werden und viele Detailfragen sind noch zu klären, trotzdem: im Grundsatz steht die SPD-Fraktion zum Eissportstandort Freiburg. „Die Zahlen des EHC über die derzeitige Nutzung der Halle überzeugen“ so Margot Queitsch, sportpolitische Sprecherin. Aus ihnen geht hervor, dass die Halle, nicht wie von vielen vermutet, ausschließlich für die 1. Mannschaft der „Wölfe“ bereit steht, sondern größtenteils für den Breitensport und den Publikumslauf.

Für den Neubau der Halle gibt es Wünsche und Forderungen. Unverständlich ist für Stefan Schillinger, Mitglied im Sportausschuss, dass die Fraktion der Grünen bereits jetzt die Zuschauerkapazität beschränken und schon bei der Planung die Möglichkeit einer –späteren- Ergänzung um eine zweite Eisfläche grundsätzlich ausschließen will. Dies geht einher mit öffentlichen Bekundungen, dass es wohl auch grundsätzliche Stimmen der Ablehnung gibt. „Klingt nicht nach einem Plädoyer für den Sportstandort Freiburg“ bewertet Schillinger die Ideen der Grünen ironisch.

Nicht zuletzt ergeben sich auch am aktuellen Standort der Franz-Siegel-Halle Chancen für die Stadtentwicklung. Eine maßvolle Wohn-Bebauung, die alle Umstände und Einflüsse in der unmittelbaren Umgebung an diesem Standort berücksichtigt, wäre aus zweierlei Gründen wünschenswert: „Die Finanzierung des Hallen-Neubaus wird so besser zu realisieren sein und man tut noch was gegen die Wohnungsknappheit“ so Margot Queitsch.