Auch in der Wiehre: Augenmaß bei der Entwicklung!

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 611

Bauliche Stadtentwicklung und die Verkehrssituation im Stadtteil: Das waren die Hauptthemen beim Bürgergespräch der SPD-Fraktion in der Wiehre am vorletzten Dienstag. Im bis zum letzten Platz gefüllten Vereinsheim der Gartenfreunde Wonnhalde nutzte die Fraktion die Veranstaltung auch, um mit dem neuen Vorstand des Bürgervereins Mittel- und Unterwiehre ins Gespräch zu kommen. Dessen Vorsitzender Justus Kampp stellte gleich zu Beginn die aus Sicht des Bürgervereins wichtigsten Punkte zu den Verkehrsthemen dar:

Wie werden die Verkehrsprobleme gelöst, die im Zusammenhang mit dem Abriss und Neubau der Kronenbrücke zwangsläufig entstehen? Wie kann man die Situation in der Basler Straße für alle erträglicher machen: Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer? Diese Fragen lösten eine rege Diskussion aus, die Kai-Achim Klare, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion so zusammenfasste: „Wir nehmen die vielen guten Anregungen und Vorschläge aus der Bürgerschaft mit und werden sie bei der Frage des Verkehrskonzepts beim Thema Kronenbrücke vorbringen.“

Beim Thema der baulichen Stadtentwicklung wurde klar, dass die starke Nachverdichtung sehr kritisch gesehen wird und es wurde auf mögliche neue Bauprojekte hingewiesen. Die SPD-Fraktion, die bereits in der vergangenen Zeit bei ähnlichen Projekten im Bauausschuss Bebauungspläne und damit eine Steuerung der Bebauung durchsetzen konnte, versprach auch hier wieder genauer hinzusehen. Insgesamt wurde auch die Qualität der baulichen Stadtentwicklung bemängelt und, leider einmal mehr, die Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit der Stadtverwaltung. „Wir werden eine engere Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein einfordern“ versprach Renate Buchen, Fraktionsvorsitzende.

Diese wird auch nötig sein, wenn die Umsetzung wichtiger Punkte aus den jüngst verabschiedeten Stadtteilleitlinien geschehen soll. Karl-Ernst Friederich, BV-Vorsitzender in der Oberwiehre mahnte bei der Fraktion ein zügigeres Angehen seitens der Stadt an. Auch hier versprach die Fraktion, sich einzusetzen.