Bildungsbericht: Dranbleiben lohnt sich

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 623

Mit dem Bildungsbericht 2013 legt die Stadt Freiburg zum dritten Mal eine Bestandsaufnahme über die Freiburger Bildungslandschaft vor. Nur wenn Probleme und Bedürfnisse im Bildungsbereich erkannt werden, kann eine vorausschauende Bildungspolitik betrieben werden.

Der Bericht zeigt Stärken und Schwächen des Freiburger Bildungswesens auf. Beides ist vorhanden und zeigt, dass auch in Zukunft die Qualität der Bildungsangebote stetig weiterentwickelt werden muss und sich die Stadt nicht auf bisher Erreichtem ausruhen darf.Der Öffentlichkeit bereits im Winter vorgestellt, kommt der Bildungsbericht nun endlich am nächsten Dienstag in den Gemeinderat.

Das ist uns wichtig: Das Platzangebot in Kindertageseinrichtungen wurde in den vergangenen Jahren so weit ausgebaut, dass für Kinder bis zum Schuleintritt annäherend eine bedarfsdeckende Versorgung mit Plätzen vorhanden ist.Unbestritten positiv ist auch die Entkoppelung des Zusammenhangs von Migrationshintergrund und sozialökonomischem Status zum Bildungserfolg.Die Zahlen belegen eine positive Entwicklung bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die über einen Hochschulzugang verfügen. Ebenso positiv entwickelt sich auch die Zahl der Kinder aus einkommensschwachen Familien beim Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium.

Stefan Schillinger, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion, sieht bei diesen und weiteren positiven Ergebnissen aber auch die weiteren Handlungsfelder:
"23 Prozent der einzuschulenden Kinder haben einen intensiven Sprachförderbedarf. Unzureichende Sprachförderung ist die Hauptursache für mangelnden Bildungserfolg und dafür, dass immer noch viel zu junge Menschen in unserer Stadt Probleme beim Übergang von der Schule zu Ausbildung und Beruf haben."
Außerdem gibt es Probleme in der Stadt, von denen bei der Erstellung des Berichts nicht die Rede war und die nun zutage kommen. Als Beispiel seien hier die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge genannt, die offensichtlich nicht beschult werden. Hier muss die Dezernentin dringend handeln.