Ein Freiraum- und Gaststätten­konzept für Freiburg

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 580

Am Mittwoch haben die Fraktionen von JF/Die Grünen und der SPD gemeinsam beantragt, ein Freiraum- und Gaststättenkonzept für Freiburg auf den Weg zu bringen. Bis zum Sommer 2013 soll dieses Konzept entwickelt sein. Dabei sollen die in den letzten Jahren verstärkt aufgekommenen Konflikte zwischen dem Ruhe- und Sicherheitsbedürfnis der Anwohner auf der einen Seite und den Wünschen vor allem junger Menschen nach Treffpunkten und Freiräumen auf der anderen Seite gelöst werden. 

Es braucht eine Gesamtbewertung

Bei der Bewertung der bisherige Anstrengungen, die Probleme zu lösen, kann man nur von Teilerfolgen, etwa in der Suchtpräventionsarbeit, sprechen, in der Regel blieben bisher alle Vorschläge hinter den Erwartungen zurück oder wurden zurückgenommen. „Wir brauchen eine Gesamtsicht des Problems“, so SPD-Stadtrat Kai-Achim Klare. Plätze und Freiflächen, wie unter anderem das Bermudadreieck, der Augustinerplatz oder die Sternwaldwiese sind drei besonders von der Öffentlichkeit wahrgenommene Orte, an denen sich diese Konflikte geradezu exemplarisch offenbaren. Aber auch die Komplexität der Problematik: Während das Ziel der Anwohner klar auszumachen ist, handelt es sich bei den Nutzern der verschiedenen Orte um eine sehr heterogene Gruppe mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen. Ein studentischer Nutzer des Augustinerplatzes wählt möglicherweise bewusst den öffentlichen Raum, um dort seine Freizeit zu verbringen, während Gäste aus dem Umland vielleicht zielstrebig das Kneipenviertel ansteuern, oder Schülergruppen, die vielleicht kostengünstige Abendgestaltung auf der Sternwaldwiese bevorzugen. 

„Alle einbinden“ 

Kai-Achim Klare ist sich sicher: „Entscheidend für die Akzeptanz und für den Erfolg eines solchen Konzepts wird sein, dass bei Erstellung wirklich alle Betroffenen einbezogen und beteiligt werden. Das haben wir bei der Antragstellung berücksichtigt.“
Der Antrag sieht vor, dass sowohl die Anwohnerseite, die Anbieter als auch Nutzer der Gastronomie als und des öffentlichen Raums in ausgewogenem Maße beteiligt werden müssen.