Für eine menschenwürdige BEA in Freiburg

Pressemitteilung vom 10. Juli 2015

In Deutschland werden 2015 etwa 400.000 Flüchtlinge erwartet. Die massiv steigenden Flüchtlingszahlen stellen Freiburg, genauso wie andere Kommunen, vor enorme Herausforderungen. Dies ist nicht nur eine Frage der Unterbringung, sondern auch und insbesondere der Betreuung und Integration.

In Freiburg gibt es eine Großzahl engagierter Menschen, die sich in vielfältigster Art und Weise für die Geflüchteten einsetzen. Für diese Arbeit möchte sich die SPD-Fraktion bei allen ehrenamtlich Engagierten bedanken. „Flüchtlinge sind Menschen, die es bei der Wohnungssuche am schwersten haben. Gerade deshalb ist es toll, dass viele Menschen dem Aufruf der Stadt gefolgt sind und ihre Wohnungen den Geflüchteten zur Verfügung gestellt haben“, so Julia Söhne, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD- Fraktion. „Aufgrund der ausgeschöpften Aufnahmekapazitäten werden wir auch weiterhin auf Hilfe von Haus- und Wohnungseigentümern angewiesen sein“, so Söhne weiter.

Aufgrund der Notsituation in den Landeserstaufnahmestellen (LEA) soll nun in Freiburg eine bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle (BEA) auf dem Sportplatz der Polizeiakademie geschaffen werden. „Vor dem Hintergrund der weltweiten Krisen und den daraus resultierenden Flüchtlingsströmen sehen wir uns in der Verantwortung, den hier ankommenden Menschen eine menschenwürdige Unterbringung zu bieten. Die Geflüchteten sind auf unsere Unterstützung und Solidarität angewiesen“, betont Türkan Karakurt, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion.

Der SPD-Fraktion ist es wichtig, dass die aufgestellten Standards, die für die LEA gelten sollen, möglichst auch für die BEA eingehalten werden: „Die oftmals traumatisierten Menschen brauchen mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Daher sind ein angemessener Betreuungsschlüssel und Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe gerade bei einer BEA unverzichtbar“, so Karakurt.

Um mit einer Akzeptanz in der Bevölkerung rechnen zu können, ist ein Dialog mit den Menschen in der Nachbarschaft wichtig. Der SPD-Fraktion ist es daher ein großes Anliegen, dass die Menschen im Stadtteil Haslach mitgenommen werden. Die Vorschläge des Lokalvereins Freiburg-Haslach zur besseren Unterbringung teilen wir deshalb.

Es gibt in Freiburg eine breite Unterstützung für Menschen, die hier Schutz suchen. Damit dies auch weiterhin so bleibt, ist es wichtig, dass wir uns in den nächsten Wochen alle für ein gutes Gelingen der BEA einsetzen. „Freiburg hat in der Vergangenheit bewiesen, dass wir Menschen auf der Flucht nicht alleine lassen. Das soll auch zukünftig so bleiben“, so Julia Söhne abschließend.