Großer Schritt für unsere Kleinen

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 598

Vor wenigen Wochen hat der Gemeinderat beschlossen, die Schulkindbetreuung an öffentlichen Grundschulen schrittweise auszubauen. Demnach werden bis zum Jahre 2020 jährlich 190 zusätzliche Schulkindbetreuungsplätze geschaffen. Eine Betreuung des Grundschulkindes ist demnach von 7.30 bis 17.00 Uhr möglich, ein Spätdienst bis 18.00 Uhr sowie die Ferienbetreuung (8.00-17.00 Uhr) sollen ebenfalls in Anspruch genommen werden können. „Ein großer Schritt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Stefan Schillinger, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Und natürlich auch ein kostenintensiver: Derzeit geht man im Endausbau von Investitionskosten von über 10 Mio. Euro und laufenden Nettokosten, also abzüglich der Einnahmen durch Elternbeiträge und Landeszuschüsse, von jährlich ca. 8 Mio. Euro aus.

Betreuungsqualität in den Fokus nehmen!
Trotz der beeindruckenden Zahlen darf man eines nicht vergessen: Uns als SPD-Fraktion ist es wichtig, dass mit dem quantitativen Ausbau das Thema der Betreuungsqualität in den Fokus gerät. Erste Ansätze finden sich in der beschlossenen Vorlage: Die Verzahnung von Schule und Betreuung, bessere Betreuungsschlüssel, Einsatz von Fachkräften in der Betreuung, der Umbau bzw. Ausbau der bereits vorhandenen Schulverpflegung, die Bündelung der Schulkindbetreuung an der Schule aus einer Hand sowie ein überzeugendes pädagogisches Konzept, um nur einige zu nennen. Nun, wo es um die Umsetzung geht, sind all jene, die mit Grundschulkindern arbeiten, gefragt. Es ist Aufgabe der Verwaltung, mit einer entsprechenden Kommunikationspolitik und Gesprächsbereitschaft Sorgen, die bspw. von der Offenen Kinder- und Jugendarbeit oder den Sportvereinen formuliert wurden, aufzunehmen und mit allen Beteiligten einen gangbaren Weg zu finden. „Nur so kann die hohe Betreuungsqualität, die die Eltern zu Recht für ihre Kinder erwarten, ermöglicht werden“, so Stefan Schillinger.