Güterbahnhof wegweisendes Projekt im Freiburger Norden

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 571

Fraktion beim Bürgergespräch in Brühl-Beurbarung

In der gut gefüllten Cafeteria der AWO-Begnungsstätte am Tennenbacher Platz war beim Bürgergespräch der SPD-Fraktion die weitere Entwicklung auf dem Güterbahnhof-Areal das bestimmende Thema.

Prof. Dr. Hans Essmann, Stadtrat, baupolitischer Sprecher und SPD-Vertreter im Entwicklungs- und Gestaltungsbeirat für die Neuordnung und Neubebauung des Güterbahnhofareals, skizzierte zunächst den bisherigen Werdegang des Projekts. Es wurde noch mal deutlich, dass es ein schwieriger Weg war, auf dem Gelände mehr „Wohnen“ zu ermöglichen. Die SPD-Fraktion war seit jeher der Ansicht, dass auf dem Areal des Güterbahnhofs auch Wohnungen entstehen sollten, die nicht nur im Zusammenhang mit dem Gewerbe stehen. 

Insofern ist es auch ein Erfolg SPD-Fraktion, dass sie sich mit dieser Forderung durchsetzen konnte, einer Forderung der sich manche erst angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt angeschlossen haben. 
Aus der Bürgerschaft wurde vorgetragen, dass man die Anbindung des motorisierten Verkehrs mit einem Halbanschluss als problematisch ansieht. Dies geht einher mit der Frage, wie das neue Areal später an den Stadtteil angebunden werden kann. Schon heute stellt die Waldkircher Straße ein fast unüberwindliches Hindernis dar. Kai-Achim Klare, verkehrspolitischer Sprecher sicherte zu, dass sich die Fraktion mit dieser Frage noch einmal genauer beschäftigen wird. 

Viel Lob für ihre Arbeit bekam Stephanie Kirner, die als Koordinatorin des Stadtteiltreffs vor allem für die Tätigkeit als Quartiersmanagerin noch viel Bedarf im Stadtteil ausmacht. Den ausdrücklichen Wunsch der anwesenden Vertreter des Bürgervereins, die bisherige Stelle aufzustocken nahm Renate Buchen, Fraktionsvorsitzende als Auftrag für die nächsten Haushaltberatungen an. „Wir werden wieder versuchen, die Quartiersarbeit auch in Brühl-Beurbarung auszubauen.“ 

Zur Lage auf dem Wohnungsmarkt berichtete Walter Krögner, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion. Wie überall fehlt es auch im Stadtteil an bezahlbarem Wohnraum. Krögner erinnerte in diesem Zusammenhang an den wohnungspolitischen Antrag der Fraktionen im Gemeinderat, der die Stadt auffordert, weitere Handlungsmaßnahmen für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt aufzuzeigen. Der Gemeinderat wird sich noch vor der Sommerpause mit diesem Thema eingehend beschäftigen.