Gutes Leben beginnt im sozialen Quartier!

Amtsblatt-Artikel Nr. 688, vom 27.01.2017

Die SPD-Fraktion wird auch in diesem Jahr ihren Fokus auf das Zusammenleben in den Stadtteilen legen. Es gilt, die verschiedenen Akteure in den Stadtteilen an einen Tisch zu bringen, um die Kräfte für ein gelingendes Zusammenleben im Quartier zu bündeln. Für die Arbeit der verschiedenen Einrichtungen, Bürgerverein, Kirchen, Verbände, Initiativen, die alle mit unterschiedlichen Ressourcen in den Stadtteilen präsent sind, braucht es unter Beteiligung der Bewohnerschaft ein gutes Handlungskonzept. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist es die vornehmste Aufgabe der Quartiersarbeit, genau diesen Prozess anzustoßen, zu begleiten und zu moderieren – immer das Ziel vor Augen, die Identifikation der Bewohnerschaft mit ihrem Quartier, dem Stadtteil und der Stadt zu stärken und Keimzellen für eine aktive Zivilgesellschaft zu sein.

 

Lebenswerte Quartiere brauchen Menschen, die Verantwortung für eine positive Entwicklung übernehmen und wichtige Impulse für mehr Gemeinschaft setzen. Prozesse, die mehr Zusammenhalt und Identifikation schaffen, müssen von engagierten Personen gesteuert werden. Ehrenamtliches Engagement braucht dabei Unterstützung durch hauptamtliche Akteure. Für die Koordinierung der Quartiersarbeit steht in der Stadtverwaltung aktuell nur eine halbe Stelle zur Verfügung – das ist zu wenig.

 

Quartiersarbeit: Stadtteilbewohner mitnehmen!

Für die SPD-Fraktion kommt, wie von der Stadt geplant, eine alleinige Trägerschaft der Quartiersarbeit durch die Stadt nicht in Frage. Die Überlegung mehrerer Gemeinderatsfraktionen, die Quartiersarbeit auszuschreiben und neu zu vergeben, anerkennt nicht die geleistete Arbeit und nimmt keine Rücksicht auf die unterschiedlichen Anforderungen in den Stadtteilen. Die SPD-Fraktion unterstützt das Angebot der Träger der Quartiersarbeit, sich neu zu organisieren und mit der Verwaltung zu einer neuen und tragfähigen Basis für mehr Steuerung und Effizienz zu kommen. Das Problem ist aber auch deshalb entstanden, weil die gleichen Fraktionen, die jetzt die Ausschreibung wollen, es jahrelang versäumt haben, die Sozialverwaltung mit dem für die Steuerung der Quartiersarbeit notwendigen Personal auszustatten.