Haslach muss sozial mitwachsen!

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 619

Wie geht’s mit Haslach weiter? Dies war die Überschrift des Abends beim sehr gut besuchten Bürgergespräch der SPD-Fraktion im Kinder- und Jugendtreff Haslach. Unter demselben Titel trugen zunächst Jochen Kunath, Pfarrer der Evangelischen Melanchthongemeinde, und Richard Kerchner, Gemeindereferent der Katholischen Gemeinde St. Michael, ihre Überlegungen zur sozialen Stadtentwicklung Haslachs vor.

Vier Neue oder das 6. Kind
Die beiden kirchlichen Vertreter veranschaulichten anhand der Bauprojekte im Stadtteil und der aktuellen Wachstumsprognose Haslachs für 2030, was die zusätzlichen ca. 2.450 Menschen (+16%) bedeuten: Das 6. Kind in der Familie oder vier Neue in einer 25er-Schulkasse. 

Wächst Haslach sozial mit?
Dieses Wachstum wird auch als Chance gesehen, wenn man rechtzeitig mit den Akteuren vor Ort die soziale Stadtentwicklung mitplant: Die Schul- und Kindergartenlandschaft, Jugendeinrichtungen, Seniorenanlagen, Quartiersmanagement. Es kam auch die Forderung der Wiederaufnahme der Anliegen der Haslacher aus dem Stadtteilentwicklungsplan auf, und, was die Fraktion auch bereits beim Bürgergespräch in Weingarten im Februar mitnahm: es fehle der ganzheitliche Blick der Stadtverwaltung auf die Stadtteile. Verschiedene Dezernate mit verschiedenen Themenbereichen (etwa Stadtplanungsamt, Sozialamt, Schulamt) wirken als Verwaltung im Stadtteil, doch selten weiß das eine vom Tun des anderen. Die SPD-Fraktion wird die Forderung nach dem runden Tisch für die Stadtteilentwicklung jedenfalls unterstützen. Dauerbrenner: Mieten bei der StadtbauEinmal mehr waren die steigenden Mieten in der Stadt und insbesondere bei der Freiburger Stadtbau ein wichtiges Thema des Abends. Die SPD-Fraktion machte klar: solange die Mehrheitsverhältnisse jenseits der SPD-Fraktion im Aufsichtsrat und im Gemeinderat eine Korrektur der Mietpreispolitik nicht zulassen, werden auch weiterhin die zahlreichen Anträge der Fraktion, die Mieterhöhungspolitik bei der Stadtbau zu ändern, erfolglos bleiben.