Im Westen was Neues?

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 635

Die allseits bekannte Debatte um ein neues Freibecken auf dem Westbadareal geht in eine neue Runde. Diese für die wachsende Stadt Freiburg so wichtige und dringend notwendige Infrastrukturmaßnahme, die bisher leider aufgrund fehlender Mehrheiten im Gemeinderat nicht realisiert werden konnte, könnte nun in etwas veränderter Form Wirklichkeit werden:

Der Freundeskreis Freibad-West hat sich mit der Idee eines nachhaltigen, ökologischen, familienfreundlichen und gut zugänglichen Naturerlebnisbades auf dem Westbadareal an das Rathaus gewandt.

„Wir fanden diesen Einfall aus dem Stadtteil sehr interessant und waren schnell einig, dass dies ein prüfenswerter Vorschlag ist“, berichtet Stefan Schillinger, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Denn: Beispiele zeigen, dass ein solches Natur(erlebnis)bad in der Anschaffung (also hinsichtlich Planungs- und Baukosten), aber auch im laufenden Betrieb, kostengünstiger sein kann als ein „normales“ Freibecken.

„Damit wäre das Hauptproblem, warum sich bisher bei Stadtverwaltung und im Gemeinderat keine Mehrheit für ein Freibecken fand, nämlich die finanzielle Frage, vielleicht gelöst“, vermutet Stadtrat Ernst Lavori.

Ob ein solches Bad technisch umsetzbar und finanziell besser darstellbar wäre, das wollen nun nahezu alle Fraktionen des Freiburger Gemeinderats (bis auf Grüne und Freie Wähler) in einer Anfrage vom Oberbürgermeister geprüft wissen.

Die Betreiberin des Westbades, die Freiburger Stadtbau, hat bereits geantwortet. Aufsichtsrätin und Stadträtin Karin Seebacher: „In der letzten Sitzung gab es eine klare Zusage, dass der Vorschlag „allgemein“, aber deswegen nicht weniger ernsthaft, geprüft wird." Es bleibt also spannend.