Inklusives Freiburg – oder, auf dem Weg dahin!

Pressemitteilung vom 14. November 2014

In einer inklusiven Gesellschaft, wie auch Freiburg eine werden will, ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Und davon profitieren alle: etwa, damit unser Umfeld für alle zugänglicher wird, aber auch durch den Abbau von Hürden, Barrieren in den Köpfen, mehr Offenheit, Toleranz und ein besseres Miteinander.

Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Deutschland hat diese Vereinbarung unterzeichnet - mit der Umsetzung stehen wir aber noch am Anfang eines langen Prozesses.

Deshalb freut sich die SPD-Fraktion darüber, dass die Stadt Freiburg sich -auch auf Initiative der SPD- auf den Weg macht, um diesen Prozess nun nachhaltig zu starten.

Mit der Einbringung einer Drucksache, die in der kommenden Woche in den gemeinderätlichen Ausschüssen beraten wird, präsentiert man nun erstmals eine Gesamtstrategie, die aufzeigt, wie Freiburg sich auf den Weg hin zu einer inklusiven Stadtgesellschaft begeben soll. Danach soll ein Stufenplan in Gang gesetzt werden, in dem der Inklusionsprozess in Freiburg mit Leitbild und Maßnahmenplanung in einem mehrjährigen Verfahren angelegt ist.

Nach der Beschlussfassung im Gemeinderat im November letzten Jahres wurde innerhalb der Verwaltung eine Lenkungsgruppe Inklusion eingerichtet, in der die Dezernate der Stadtverwaltung mit den entsprechenden Fachämtern sowie der Beirat für Menschen mit Behinderung und das Netzwerk Inklusion Freiburg/Breisgau-Hoch-Schwarzwald vertreten ist.

Dort wurde der Entwurf eines Leitbildes für eine Inklusive Stadtgesellschaft entwickelt, der nun beraten wird. Durch die zielgruppenspezifische Fachgespräche (Ämter, städtische Gesellschaften‚ Vertreter/innen des Behindertenbeirates) werden die verschiedenen Handlungsfelder strukturiert und mit dem Leitbild verknüpft. Dabei geht es um die Beschreibung und Bewertung der aktuellen Situation in Freiburg, deren Überprüfung, das Aufnehmen von Vorschlägen für weitere Maßnahmen, sowie die Benennung von notwendigen Verantwortlichen und Strukturen.

Alles auf einmal geht nicht, deshalb ist es gut, dass der Prozess in mehreren Schritten zielgruppenspezifisch erarbeitet und umgesetzt wird.

Dass sich der erste Teil-Plan, der sogenannte „Aktionsplan 2015/2016“, auf die Zielgruppe der Menschen mit Behinderungen fokussiert, begrüßt SPD-Stadträtin Karin Seebacher ausdrücklich und führt aus: „Ausgehend von dieser wichtigen Gruppe, um die wir uns als erstes kümmern wollen, ist es aber auch wichtig, übergreifend zu denken bzw. fließend die Übergänge zu den nächsten Zielgruppen zu gestalten“.

Im Juli 2015 soll der Aktionsplan mit Leitbild und Maßnahmenkatalog im Gemeinderat verabschiedet werden.