Kein Kind darf verloren gehen

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 626

Ende Juli wird der Gemeinderat einen Sachstandsbericht zum Thema „Frühe Hilfen – Kinderschutz“ zur Kenntnis nehmen. Dieses Gesamtprojekt wurde im Jahr 2009 zunächst als „Kompetenzzentrum Frühe Hilfen“ beschlossen mit der Zielsetzung, eine Konzeption zu entwickeln, unter Einbeziehung vorhandener infrastruktureller Angebotsformen. Diese Konzeption wurde dann ergänzt um die Einrichtung „Pädiatrisches Kinderschutzzentrum“, die in den Kinderkliniken in Freiburg tätig ist.

Im Jahr 2013 wurde im Zuge der Haushaltsberatungen ein erstes Resümee gezogen: Es ist gelungen, die Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen gerade in den ersten drei Lebensjahren entscheidend zu verbessern. Die Weitervermittlung zeitnaher Hilfen erfolgt in enger Zusammenarbeit. Diese positive Bewertung führte dazu, dass der Gemeinderat der Verstetigung der Grundstruktur und einem gezielten Ausbau zugestimmt hat, die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich seitens der Stadt inklusive der Bezuschussung von Einzelprojekten auf jährlich netto rund 550 000 Euro.

Nun, im Frühjahr 2014, stellt sich heraus, dass die Angebote gut angenommen werden und der Austausch und die Zusammenarbeit der einzelnen Einrichtungen sich weiterentwickelt haben. Und es zeichnen sich Bereiche ab, die es verstärkter auszubauen gilt. So zum Beispiel der Einsatz von Familienhebammen als niederschwelliges, aufsuchendes Angebot oder die Stärkung des Ehrenamts wie etwa beim Projekt „wellcome“ des Diakonischen Werks: Dort werden ehrenamtliche Frauen (und Männer) an Familien und Alleinerziehende mit Kleinkind bis zum 1. Lebensjahr vermittelt, um die Familie und die Mutter zu entlasten.

Aber auch andere Projekte wie etwa „Born to be Child“ der AWO in Freiburg, bei dem Familien mit Babys und Kleinkindern in „besonderen Lebenslagen“ in Weingarten und Haslach gefördert und unterstützt werden, sind beispielhaft.„Wenn wir dabei helfen können, dass Familien die Geburt des Kindes nicht hauptsächlich als Belastung erfahren, sondern wirkliche Unterstützung bei ihnen ankommt, dann ist hier jeder Euro Gold wert“, bewertet Frakti- onsvorsitzende Renate Buchen das Gesamtprojekt „Frühe Hilfen“.