Keine zweite Johann-Sebastian-Bach-Straße im Mooswald

Pressemitteilung vom 05. Juni 2015

In der Gemeinderatssitzung am 19.5.2015 wurden im Rahmen der Beratung zur Wohnbedarfsanalyse die weiteren Pläne der Freiburger Stadtbau im Gebiet Drachenweg bekannt:

Dort sollen auf absehbare Zeit die zweigeschossigen Häuser abgerissen werden und durch neue Häuser mit einer größeren Gesamtwohnfläche ersetzt werden. Vor drei Jahren hatte die Gemeinderatsmehrheit beschlossen, ähnliche Häuser im Stadtteil Herdern abzureißen und mit exklusiven Neubauten zu bebauen. Die soziale Mischung im durch Eigenheime geprägten Stadtteil ging weiter verloren, denn die Neubauten konnten sich Menschen mit geringem Einkommen nicht mehr leisten.

„Das darf im Stadtteil Mooswald nicht auch passieren“, so Walter Krögner, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Gemeinderat und Mitglied im Aufsichtsrat der FSB. „Es war höchste Zeit, dass die FSB ihre Mieterinnen und Mieter über ihre mittelfristigen Planungen informiert“, so Stefan Schillinger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion und weiter: „Derzeit wohnen im Drachenweg viele Kleinrentner. Wir möchten, dass sie durch die Pläne der FSB nicht verdrängt werden.“

Die SPD-Fraktion wird auch im Drachenweg darauf achten, dass preiswerter Mietwohnraum nicht durch teuren Wohnraum, sei es Eigentum oder zur Miete, ersetzt wird. Die Wohnungsbedarfsanalyse, die am 19. Mai im Gemeinderat diskutiert wurde, hat als ein Ergebnis klar herausgestellt: Freiburg hat Nachholbedarf bei der Versorgung mit preiswerten Mietwohnungen. Darauf wird die SPD-Fraktion auch mit Blick auf den Drachenweg immer wieder hinweisen.