Kita-Platzsuche vereinfachen – mit dem Kita-Navigator

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 589

Wer in Freiburg schon einmal einen Kita-Platz  für’s Kind gesucht hat, weiß worum es geht: Ein großes, vielfältiges Angebot an Einrichtungen mit verschiedenen Bildungs- und Raumkonzepten trifft oft auf den Wunsch, einen Platz in einer möglichst wohnort- oder arbeitsplatznahen Einrichtung zu ergattern. Diese Informationen sind weitgehend schon jetzt in der Kita-Datenbank der Stadt abrufbar, so dass eine erste Sichtung der möglichen Wunsch-Kitas erfolgen kann. Das tatsächliche Problem zeigt sich meistens erst beim persönlichen Besuch der Einrichtung: Es gibt eine Warteliste. Dies führt dazu, das man sich bereits frühzeitig in mehreren Einrichtungen auf eine Warteliste setzen lässt.

Hier setzt die Idee des Kita-Navigators ein: es geht nicht um ein zentral gesteuertes Anmeldeverfahren, sondern um ein übergeordnetes Vormerkverfahren. Dadurch könnte den Eltern ein schnellerer Überblick über die tatsächliche Platz-Situation in den Kitas vermittelt werden und die Liste würde bei der Inanspruchnahme eines Platzes sofort „bereinigt“.

Dieses Thema wurde nun auf Wunsch des Gesamtelternbeirats Freiburger Kindergärten und -tagesstätten (GEB-K) und auf Antrag auch der SPD-Fraktion in der letzten Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses beraten. 

Es stellte sich dabei heraus, dass ein Kita-Navigator, wie es ihn in Düsseldorf bereits gibt, dem Wunsch vieler Eltern nach einer möglichst stressfreien Kita-Platz-Suche am nächsten kommt. 

Als Argument gegen ein solches Verfahren wurden Kosten und der Vorrang des Kita-Platz-Ausbaus genannt. Aber: das Thema „Kinderbetreuung“ beginnt bei der Suche der richtigen Einrichtung. „Wenn der Kita-Navigator den Eltern bei der Suche helfen kann, dann sollte man dessen Einführung ernsthaft und wohlwollend prüfen. Das Thema Kinderbetreuung hat eben nicht nur mit der Qualität der Bildung für das Kind zu tun, sondern auch sehr viel mit der Entlastung vor allem von berufstätigen Eltern. Man sollte deshalb auch die Unterstützung bei der Kitaplatz-Auswahl nicht gegen den Ausbau von Kita-Plätzen ausspielen“ so Karin Seebacher, SPD-Stadträtin und Sprecherin für Kinder und Jugend.