Landwasser – Nicht vergessen!

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 583

Ende Juli hat der Bürgerverein Landwasser in einem Schreiben davon berichtet, dass in der Bürgerschaft der Eindruck bestünde, der Stadtteil wäre in der Kommunalpolitik in Vergessenheit geraten.
Die Vertreter der SPD-Fraktion, die nur wenige Tage zuvor beim gut besuchten Bürgergespräch in Landwasser zugegen waren, sind mit dem Gefühl nach Hause gegangen, dass im Stadtteil an vielen Stellen Handlungsbedarf besteht. Und man ist dem Bürgerverein dankbar, dass die Probleme im Stadtteil so schonungslos und hartnäckig aufgezeigt werden.

Zunächst ist da der unhaltbare Zustand der Häuser und Wohnungen in der Auwaldstrasse. Hier konnte Stadtrat Walter Krögner erreichen, dass es mittlerweile zu einem Treffen des Bürgervereins mit Vertretern des Eigentümers gekommen ist. Angesichts der vielfach vorgetragenen Kritik, dass zuständige Personen auf Eigentümerseite nicht zu erreichen sind, ist dies sicherlich ein erster Lichtblick. Es besteht wohl begründete Hoffnung, dass der neue Eigentümer gewillt ist, die Zustände in den Häusern kurzfristig und merklich zu verbessern.

Das gleiche Unternehmen ist auch im Eigentum des Einkaufszentrums. Die Zustände dort sind ebenfalls schwierig und viele Landwasseranern haben die große Sorge, dass bald auch die letzten Einkaufsläden dichtmachen. Die Stadt ist aufgefordert, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Situation im Einkaufszentrum und damit im Stadtteilzentrum nachhaltig zu verbessern. Denkbar ist auch ein Zentrenaktivierungskonzept wie etwa im benachbarten Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde.

Neben dem Bürgerverein gibt es einige Institutionen und Vereine, die sich im Stadtteil einbringen. Um eine weitere Aktivierung der Bürgerschaft zu erreichen, ist Quartiersarbeit von entscheidender Bedeutung. Ein entsprechendes Konzept wurde im Haus der Begegnung erarbeitet und liegt der Verwaltung vor. „Wir werden diese berechtigte Forderung unterstützen“, so Stadtrat Stefan Schillinger.

Der Rote Otto, DIE Identifikationsfigur vieler Landwasseraner, hat einen erheblichen, nahezu unbezahlbaren Sanierungsbedarf. Die SPD-Fraktion hat bei der Stadtverwaltung eine Überprüfung eingefordert, ob Sanierungskosten etwa dann gespart werden können, wenn darauf verzichtet wird, dass der „Rote Otto“ seine Beweglichkeit wieder erhält.

Diese und weitere Punkte hat die SPD-Fraktion in einem Schreiben (zu lesen auf unserer Internetseite) an den Oberbürgermeister benannt. Denn: Wir vergessen Landwasser nicht.