Langsam tut sich was…

Amtsblatt Artikel Nr. 692, vom 24.03.2017

Viele Jahre hat die Sanierung und Erneuerung des Breisacher Hofs die Stadträtinnen und Stadträte des Freiburger Gemeinderats beschäftigt. Immer wieder wurden Pläne entworfen, dann wieder verworfen und der Abriss oder Erhalt der Gebäude diskutiert.

In der vergangenen Woche hat die Freiburger Stadtbau nun die Pläne präsentiert, wie es mit der Entwicklung eines Teils des Geländes zwischen Elsässer und Breisacher Straße weitergehen soll. Bei der Mehrfachbeauftragung hatten fünf Architekturbüros ihre Vorschläge eingereicht und der Freiburger Stadtbau und einer dazu einberufenen Jury vorgestellt. Für die SPD-Fraktion war Stadtrat Ernst Lavori in der Jury. Die Jury-Mitglieder konnten sich allerdings nicht auf einen Gesamtentwurf einigen – doch eine Kombination aus zwei Entwürfen stieß auf breiten Konsens. So wurden am Ende zwei Sieger ausgezeichnet, einmal der Entwurf für die Wohnbebauung und einmal der Entwurf für den Kindergarten mit Jugendzentrum.

Die neue Wohnbebauung zielt darauf ab, sich der Umgebung und dem Areal Breisacher Hof bestmöglich anzupassen. Ein achtstöckiges Gebäude wird als „Signal“ einen zentralen Punkt des Neubaus bilden, während sich der restliche Bau an der alten Kasernenbebauung orientieren wird. Insgesamt werden nach den Plänen 60 sozial geförderte Mietwohnungen auf insgesamt 4.400 Quadratmetern entstehen. Damit konnten erfreulicherweise sogar 400 Quadratmeter mehr Wohnfläche erzielt werden als ursprünglich veranschlagt. Allerdings werden damit immer noch weit weniger Wohnungen entstehen als in der Vergangenheit vorhanden waren: ursprünglich gab es auf dieser Fläche des Breisacher Hofs 85 Wohnungen.

Erhalten bleibt das alte Gebäude des Jugendzentrums, das mit einem Anbau und einem Kindergarten erweitert werden wird. „Besonders gut gefällt mir die Innenhoflösung, mit der der Kindergarten und das Jugendzentrum Flash von der Wohnbebauung getrennt werden“, so Stadtrat Ernst Lavori. Die 60 neuen Wohnungen werden so vom Lärm getrennt und der Innenhof kann wie bisher von den Kindern und Jugendlichen genutzt werden.

Für den noch vorhandenen preisgünstigen Wohnungsbestand in der Elsässerstr. 2f und 2g sollen nach den Plänen der Mehrheit des Aufsichtsrat der Freiburger Stadtbau die preisgünstigen Wohnungen nach der Sanierung „zur Durchmischung des Quartiers“ in freifinanzierte Wohnungen umgewandelt werden. Die SPD-Fraktion hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass von diesem Beschluss abgewichen wird und noch mehr preisgünstiger Wohnraum entsteht.