Miteinander am Opfinger See

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 624

Ende Juli wird der Gemeinderat über das Gesamtnutzungskonzept für den Opfinger See beraten und soll eine „Erholungswaldsatzung“ beschließen. Diese dient etwa durch Ausweisung von Parkplätzen, der Schaffung von Liegewiesen und infrastrukturellen Maßnahmen einerseits sowie der Ausweisung von Schutzzonen andererseits der Lenkung der (Bade-)Gäste und gleichzeitig dem Schutz der Waldflächen.

Der Beirat für Menschen mit Behinderungen hat dies zum Anlass genommen, auf die einmalige Gelegenheit hinzuweisen, nun mit relativ geringem Aufwand auch einen möglichst barrierefreien Zugang zum See für die vielen Einwohner mit Behinderung in Freiburg zu schaffen. Menschen mit Behinderung sind mehr als alle anderen Bürger Freiburgs auf Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten innerhalb des Stadtgebiets angewiesen. Der Opfinger See ist mit einer Buslinie gut erschlossen und vom Stadtteil Rieselfeld aus auch noch gut zu erreichen. Dort leben überdurchschnittlich viele Rollstuhlfahrer und mobilitätseingeschränkte Menschen.

„Die Vorschläge wie barrierefreie Wege am und zum See sowie eine Rampe in den See wären eine Chance für ein echtes Miteinander am Opfinger See“ bewerten die Stadträte Karin Seebacher und Walter Krögner die Initiative des Beirates. Die SPD-Fraktion will die Vorschläge prüfen lassen und wird sich für deren Umsetzung einsetzen.

Das neue Konzept für den Opfinger See soll wohl auch Veränderungen für den Angelsport mit sich bringen. Mit dem Angelsportverein ist die Verwaltung im Gespräch. Stefan Schillinger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Wir wollen nicht hinnehmen, dass der Angelsport verunmöglicht wird. Angelsportvereine sind anerkannte Naturschutzverbände und verhindern durch ihre Präsenz am und auf dem See illegale Nutzungen.“ Die SPD-Fraktion will so erreichen, dass man am Opfinger See allen Nutzergruppen gerecht wird.