Neues aus der Wiehre

Amtsblatt Artikel Nr. 713, vom 16.02.2018

Das Lycée Turenne ist ein Wahrzeichen der Wiehre und prägt das Stadtbild. Doch der Westflügel des historischen Gebäudes liegt seit einem Vierteljahrhundert brach. Für das Gebäude fallen auch bisher hohe Instandhaltungskosten an – aber eine Nutzungsmöglichkeit gibt es nicht. <s></s>

Dank des Engagements des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee ist jetzt wieder Bewegung in die schon öfters diskutierte Sanierung gekommen: Bei einem Vor-Ort-Termin haben sich die Stadträtinnen und Stadträte ein Bild vom aktuellen Zustand machen können. Als Ergebnis haben alle Fraktionen des Gemeinderats die Verwaltung beauftragt, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten. Im Anschluss muss dann unserer Meinung nach eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden, die Auskunft über die Kosten gibt. „Dass die vier Schulen in der Schützenallee dringend neuen Platz brauchen, steht außer Frage“, berichtet Stefan Schillinger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Ebenfalls außer Frage steht aber, dass eine Sanierung sehr teuer wird: Das Gebäudemanagement schätzt die Kosten auf 17 Millionen Euro, weswegen das Projekt auch in Relation zu anderen Schulbauprojekten abgewogen werden muss und sich möglicherweise eine Sanierung in zwei Etappen anbietet. Wichtig ist, dass es jetzt aber endlich losgeht.

 

 

Neuigkeiten gibt es von der Baugenossenschaft Familienheim Freiburg: Die Wohnungsbestände in der Quäkerstraße 1 bis 9 sollen erneut untersucht werden. Geplant war bisher, die in den 1950er Jahren errichtete Häuserzeile abzureißen und durch<s> </s>Verdichtung im Innenbereich 20 Prozent mehr Wohnungen zu schaffen. Die Baugenossenschaft ging davon aus, dass das Gebäude Quäkerstraße 1 bis 9 nicht sanierungsfähig sei. Ein von der Bewohnerinitiative „Wiehre für alle“ in Auftrag gegebenes Gutachten kommt aber zu einem anderen Ergebnis: Die Häuserzeile könne für rund 550.000 € saniert werden.

„Wir verstehen es sehr gut, dass die Bewohnerinitiative für den Erhalt des Quartiers kämpft,“ findet die Fraktionsvorsitzende Renate Buchen. „Es steht ihre Heimat auf dem Spiel“. Im teuren Stadtteil Wiehre sind die Genossenschaftswohnungen mit einer Durchschnittsmiete von etwa 6,50 Euro pro Quadratmeter sehr günstig. Die Bewohnerschaft ist deswegen bunt gemischt und von Bedeutung für das soziale Gefüge im Stadtteil. Im Falle eines Neubaus dürften die Mieten stark nach oben gehen. Daher macht sich die SPD-Fraktion dafür stark, dass die Mieterinnen und Mieter in ihren Wohnungen bleiben können. „Es ist ein gutes Zeichen der Familienheim, dass noch einmal eine Prüfung erfolgt. Und es zeigt, dass sich das Engagement der Bewohnerinitiative lohnt“ so Julia Söhne, stellvertretende Vorsitzende.