Neues beim Breisacher Hof

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 659

Am 20. Oktober fand eine Dialogveranstaltung der Stadt Freiburg zur weiteren Entwicklung des Quartiers Breisacher Hof statt. Ziel des Abends war, gemeinsam die weiteren Rahmenbedingungen für die Planungen zu formulieren. Ob die Verwaltung eine Planungsvariante, die den Bolzplatz erhält, hätte vorlegen müssen oder nicht, sei dahingestellt, denn viel wichtiger sind uns die Stimmen der anwesenden Bewohner von jenem Abend, die aufgrund der Wohnungsnot auch eine höhere Nachverdichtung im Innenbereich des Breisacher Hofes als machbar und wünschenswert ansahen. Natürlich verbunden mit dem Ziel, den Bolzplatz zu erhalten. Ernst Lavori, Patenstadtrat des Stadtteils Mooswald hierzu: „Es ist mehr als lobenswert, wenn solch ein Vorschlag aus der Bewohnerschaft kommt. Diesen Vorschlag sollten wir alle als Chance begreifen!“

Und es ist kein neuer Vorschlag, die zwei Gebäude an der Südseite abzureißen und dadurch neue und vor allem mehr Wohnungen entstehen zu lassen. Bereits im Jahr 2009 entstand als Ergebnis vieler Gespräche mit den Anwohnern über die Verbesserung der Wohnqualität und den zusätzlichen Bau preiswerten Wohnungen eine städtische Projektstudie mit verschiedenen Varianten, beinhaltend Abriss und Neubau der Häuser, mit Umzugsmanagement und unter Einbeziehung des Standortes von Bolzplatz und Jugendzentrum.

Diese Bewertung des Areals des Breisacher Hofs findet sich in den Plänen der Freiburger Stadtbau (FSB) nicht wieder, die noch bestehenden Gebäude werden nun als sanierungsfähig eingestuft mit dem Ergebnis, dass dort kein zusätzlicher Wohnungsneubau entstehen soll. Dieser wird nun als Blockrandbebauung an der Breisacherstraße im Bereich des Jugendzentrums und des Bolzplatzes geplant.

„Wenn nun dieser „alte“ Vorschlag sogar aus der Bevölkerung kommt, sollten wir angesichts der Wohnungsnot die FSB-Planungen zum Breisacher Hof neu überdenken“, so Fraktionsvorsitzende Renate Buchen. „Wir werden versuchen, im Bauausschuss für diese Position eine Mehrheit zu bekommen.“ Dem pflichtet auch FSB-Aufsichtsrat Walter Krögner bei und verspricht, sich auch im Aufsichtsrat der FSB für diesen Vorschlag einzusetzen.