Quartiersarbeit in Weingarten erhalten!

Gabi Rolland lehnt Kürzungsvorschlag der CDU ab

Offensichtlich wollten sich die Vertreter der CDU-Gemeinderatsfraktion bei den Vor-Ort-Terminen im Forum Weingarten nicht über die dortige erfolgreiche Arbeit überzeugen lassen. Sonst hätten sie wohl nicht eine Kürzung der Zuschüsse von jeweils 30.000,- Euro in ihre Haushaltsanträge aufgenommen. Vielleicht ist aber die Kürzung auch die „Strafe“ für eine aktive und konsequente Stadtteilarbeit, die keinen schont, wenn es um die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Weingarten geht.

Bei einem Termin mit Vertreterinnen und Vertretern des Freiburger Gemeinderates hat das Forum Weingarten, vor allem auch die dort ehrenamtlich Tätigen, über die Arbeit informiert. Quartiersarbeit heißt, die Potenziale der Menschen entdecken und ihnen helfen, sie dort einzusetzen, wo sie für sie und die gesamte Gemeinschaft im Stadtteil nützlich sind: Nachbarschaftshilfe organisieren, Energieberaterinnen ausbilden für das neue Passivwohnhaus, Seniorensport anbieten, Sorgen und Nöte formulieren, Einstehen für die Interessen des Stadtteils. Oder einfach nur dabei helfen, dass jemand den richtigen Integrationskurs findet, das Mieterbüro der Stadtbau aufsucht oder sich gegen Schimmel in Gagfah-Wohnungen wehren kann.

„Dort sparen zu wollen“, ist die SPD-Gemeinderätin Gabi Rolland überzeugt, „ist der falscheste Weg. Diese Einsparung würde bedeuten, dass das Personal erheblich eingeschränkt werden muss. Das ist nicht gerecht, in einem Stadtteil, dessen Bewohnerinnen und Bewohner es nicht leicht haben. Das ist pure Ignoranz vor dem Notwenigen“, echauffiert sich Gabi Rolland und setzt deshalb bei den anderen Fraktionen auf Vernunft.