Soziale Umweltpolitik

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 656

Ein voller Erfolg ist die „Abwrackprämie“ für Kühlschränke: Inzwischen wurde der 500. energieeffiziente Kühlschrank A+++ ausgeliefert. Seit 2012 besteht das Angebot für Haushalte mit geringem Einkommen, einen alten, stromfressenden Kühlschrank kostenlos gegen ein energieeffizientes Gerät einzutauschen. Einzige Voraussetzung ist, dass Interessierte einen Stromsparcheck in ihrer Wohnung durchführen lassen.

„Die Verwaltung kann sich nun zu Recht loben“, findet Walter Krögner, der umweltpolitische Sprecher der Fraktion. „Wir sind froh, dass sich unsere hartnäckige politische Arbeit ausgezahlt hat.“ Im Sommer 2010 brachte Walter Krögner die Idee ein, im Doppelhaushalt 2011/2012 wurde das Projekt dann politisch gegen den Willen der Umweltbürgermeisterin auf den Weg gebracht.

Das Projekt zeigt dabei gleich auf mehreren Ebenen, dass Umwelt und Soziales miteinander einhergehen müssen. Die Stadt Freiburg hat sich ambitionierte Klimaschutzziele gesteckt, bis 2030 sollen die CO2-Emissionen gegenüber 1992 auf 50 Prozent reduziert werden. Um dies zu erreichen, ist es zwingend notwendig, dass alle Gesellschaftsschichten sich das Projekt auch leisten können.

Auch der Stromsparcheck hat eine soziale Komponente: Langzeitarbeitslose werden von der Energieagentur Regio Freiburg zu Stromsparhelfern geschult und besuchen Haushalte. Dort wird der Stromverbrauch gemessen und Informationen gegeben, wie man das Verbrauchsverhalten verbessern kann. Zudem erhält jeder Haushalt Soforthilfen wie Energiesparlampen, LED-Lampen oder schaltbare Steckerleisten. „Die Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (FQB) und Fairkauf vom Caritasverband Freiburg haben hier ein wirklich tolles Projekt auf die Beine gestellt, dass hoffentlich auch in Zukunft so großen Anklang findet“, so Walter Krögner.