SPD-Fraktion gratuliert der Vigelius-Werkrealschule

Amtsblatt-Artikel, Ausgabe Nr. 586

Die Vigelius-Werkrealschule wird die erste Gemeinschaftsschule Freiburgs. Wir gratulieren und sind uns sicher, dass die Schule diese Herausforderung meistern wird. Dafür gibt es gute Gründe: Man hat wichtige Erfahrungen mit den drei Kernelementen einer Gemeinschaftsschule (Individualisierung, Inklusion, gebundene Ganztagsschule), ein überzeugendes Konzept und ein großes Engagement der Lehrerschaft und nicht zuletzt: Die ganze Schulgemeinschaft, also Lehrer, Eltern und Schüler wollen es (Beschluss der Schulkonferenz). Unverständlich ist deshalb, dass CDU, FDP, und Teile der Unabhängigen Listen diesen Wunsch der Schulkonferenz nicht respektieren können.

Gleichwohl haben wir großes Verständnis dafür, dass sowohl die Schenkendorf- Sonderschule als auch die Vigelius-Grundschule zum jetzigen Zeitpunkt nicht dabei sein möchten. Offensichtlich haben sich die Schulen aufgrund mangelnder Kommunikation seitens der Verwaltung überrumpelt gefühlt. Die Vigelius- Grundschule etwa hat sich als gebundene Ganztagsschule nach turbulenten Jahren in eine sehr gute Ausgangssituation gebracht. Vor einer möglichen Kooperation, ist es selbstverständlich, dass man in Ruhe erfahren und abwägen will, wo Chancen und Risiken einer Gemeinschaftsschule liegen.

„Eine Gemeinschaftsschule kann nur gemeinschaftlich entstehen, auf Einzelne Druck auszuüben anstatt Gespräche zu führen wäre der falsche Weg“ bewertet SPD-Stadtrat Stefan Schillinger die bisherigen Bemühungen des Schuldezernats. Für Aufklärung und Information kann nun der hierfür von der Gemeinderatsmehrheit beschlossene Runde Tisch sorgen. Und entgegen anderer, aus der ideologischen Verhinderer-Ecke verlautbarter Gerüchte ist für die SPD-Fraktion selbstverständlich: Am Ende entscheidet niemand anderes als die Schulkonferenz der Schenkendorfschule bzw. der Vigelius-Grundschule. Dass der Gemeinderat jedoch ergebnisoffene Gespräche einfordert und damit den Wunsch ausdrückt, dass hieraus künftig eine Gemeinschaftsschule von Klasse 1 bis 10 entstehen kann, ist ebenso legitim.