SPD-Fraktion: Neue Impulse für mehr Mobilität

Neue Mehrfahrtenkarte – Mitnahmemöglichkeit am Abend – Klassenfahrkarte - Neues System der Eigenanteile für Schülerinnen und Schüler

Das Tarifgefüge im Regioverkehrsverbund Freiburg (RVF) versucht den unterschiedlichen Nutzergruppen des öffentlichen Personennahverkehrs ein gutes Angebot zu machen. Die SPD Gemeinderatsfraktion steht auch in Zukunft zur Regiokarte als einheitlichen Tarif für die gesamte Region Freiburg von Herbolzheim bis Auggen und Breisach bis Feldberg. Mit der Jahreskarte „12 für 10 Monate“, dem Jahreskartenabonnement und der persönlichen Basiskarte sind die Vielfahrer-/innen gut versorgt.

Neue Mehrfahrtenkarte
Der recht hohe Preis für den Einzelfahrschein ist jedoch für ältere Menschen, für die sich eine Regiokarte nicht lohnt, die aber durchaus häufiger Busse und Bahnen nutzen wollen als zwei- oder dreimal im Monat, oder jene, die für ihren täglichen Weg zur Arbeit das Fahrrad nutzen und nur bei schlechtem Wetter auf den ÖPNV zurückgreifen wollen, nicht attraktiv. Dieser Personenkreis muss nicht zum Umsteigen vom Auto auf den Umweltverbund überzeugt werden, da in der Regel kein Auto vorhanden ist oder nicht benutzt wird für kurze Strecken.
Diesem Personenkreis will die SPD-Fraktion einen neuen günstigen Tarif anbieten. Gabi Rolland, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion schlägt vor, die bestehende Mehrfahrtenkarten auf das gleiche System zu bringen wie die Regiokarte. „Mit 12 (3x4 statt bisher 2X4) Karten für den Preis von 10 würde ein Einzelfahrschein nur 1,75 Euro kosten und damit deutlich an Attraktivität für Wenignutzer bieten“.

Mitnahmemöglichkeit am Abend
Außerdem ist es längst an der Zeit, dass die mit der Regiokarte verbundene Mitnahmeregelung am Sonntag auf den Abend an Werktagen ausgeweitet wird. Besonders ältere Menschen wollen oftmals abends nicht alleine unterwegs sein. Für sie würde dieses ausgeweitete Angebot eine hohe Attraktivität bedeuten und damit viele Autofahrten wegfallen lassen.

Neues System der Eigenanteile für Schülerinnen und Schüler
Auch bei der Monatskarte für Schülerinnen und Schüler will die SPD-Fraktion neue Wege beschreiten. Bisher bezahlt die Stadt Freiburg einen Zuschuss für die Monatskarte je nachdem welche Schulart die Kinder und Jugendlichen besuchen. Die Grundschüler bezahlen am wenigsten, die Oberstufenschüler am meisten. Die SPD-Fraktion will eine Gleichbehandlung ab der 5. Klasse.  Die Aufteilung 15,- Euro für Hauptschüler-/innen,  28,- Euro für Realschüler-/innen und der Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe der Gymnasien  sowie 34,- Euro für die Oberstufe und Berufschülerinnen und  -schüler erscheint nicht mehr zeitgemäß, zumal die Schulbezirke zwischenzeitlich auch für die Hauptschulen aufgehoben ist.
An der Gesamthöhe des Zuschusses für die Schülerbeförderung von ca. 1,7 Mio Euro soll sich, bei der derzeitigen Haushaltslage, nichts ändern. Beibehalten werden soll auch die Ermäßigung aller Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien, die bislang  11,50 Euro für die Monatskarte bezahlen.

Klassenfahrkarte
Mit einer neuen Klassen-/Gruppenfahrkarte will die SPD-Fraktion den Erzieherinnen und Erzieher sowie den Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen entgegen kommen, die mit ihrer Gruppe oder Klasse einen Besuch im Museum, in der Stadtbibliothek, im Waldhaus oder auf dem Mundenhof ermöglichen. Langes Fragen nach eigenen Karten, der Kauf von Extrakarten für Kinder ohne Regiokarte oder für die vergessenen Karten soll der Vergangenheit angehören. Künftig soll die gesamte Gruppe oder Klasse mit einer Karte für 15,- Euro fahren  können – egal wie viel Kinder dazugehören.

„Mit diesen Vorschlägen will die SPD-Fraktion“, so die verkehrspolitische Sprecherin Gabi Rolland, „mehr umweltfreundliche Mobilität zu einem guten Preis gewährleisten“.
„Im ÖPNV lässt sich Sozial- und Umweltpolitik miteinander verbinden. Mit unseren Vorschlägen schaffen wir neue Impulse für mehr Mobilität und mehr Umweltschutz. Eine attraktive Preispolitik gewährleistet allen Bevölkerungsschichten ein Höchstmaß an Mobilität und schont die Umwelt. Wir wollen mehr Menschen auf die ‚richtige Bahn‘ bringen“, so Rolland.