SPD für vernünftige Innenentwicklung in Weingarten

Pressemitteilung vom 21. November 2012

Nach dem Workshop im Juli und dem Bürgergespräch am 15. November ist für die SPD-Gemeinderatsfraktion klar, dass die als „Blumenwiese“ bekannte Grünspange im Zentrum Weingartens erhalten bleiben muss.

Dass die Bevölkerung Weingartens bereit ist, einen Beitrag zur dringend notwendigen Bekämpfung der Wohnungsnot in Freiburg zu leisten, wird seit langem von der SPD-Gemeinderatsfraktion anerkannt. Deutlich wurde dies erneut bei den Diskussionen um die Entwicklung von Weingarten West, bei denen es nicht nur um die Sanierung der bestehenden Wohngebäude geht, sondern auch um den Neubau von Wohnungen in beträchtlichem Maße.

"Nachdem in Weingarten und gerade auch in Weingarten West in den letzten Jahren schon viel neuer Wohnraum geschaffen wurde, finde ich es besonders bemerkenswert, dass sich die Bevölkerung größtenteils für neue Wohnungen an den Standorten ‚Haus Weingarten’ und Binzengrün Ecke Opfinger Straße ausspricht“, meint Stadträtin Karin Seebacher und erklärt aber auch: „Eine breit angelegte Bürgerbeteiligung seitens der Stadt macht aber auch nur dann Sinn, wenn die Wünsche der Bevölkerung bei der dann folgenden Entscheidung berücksichtigt werden.“ Die Fraktionsvorsitzende Renate Buchen ergänzt, dass „dies umso mehr gelte, wenn den Weingartnerinnen und Weingartnern im Zusammenhang mit dem Bau der Stadtbahn durch die Straße Binzengrün damals das Versprechen gegeben wurde, dass die Grünspange entlang dieser Straße erhalten bleibt.“

Ernstgemeinte Bürgerbeteiligung bedeutet für die SPD-Gemeinderatsfraktion nicht, dass alle Partikularinteressen einzelner Gruppen immer berücksichtigt werden können. Oftmals gilt es, mehr oder weniger berechtigte Einzelinteressen gegen die Interessen des gesamten Stadtteils oder die Notwendigkeiten der gesamten Stadt abzuwägen. „Gerade die brennende Wohnungsnot in Freiburg, die durch ständig steigende Mieten dazu führt, dass das soziale Gefüge der Stadt in eine zunehmende Schieflage gerät, macht an vielen Punkten die Entscheidung nicht einfach. In Weingarten West stoßen wir bei den Diskussionen mit der Bevölkerung aber gerade nicht auf eine breite Front der Ablehnung, wenn es um eine sinnvolle Innenentwicklung mit dem Ziel geht, auch neuen Wohnraum zu schaffen. Allerdings wehren sich die Menschen gegen eine unverhältnismäßige Nachverdichtung, die auch städteplanerisch nicht sinnvoll ist“, sagt Walter Krögner, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion. 

Die SPD-Gemeinderatsfraktion unterstützt den Kompromissvorschlag, der aus der Bürgerbeteiligung hervorgegangen ist, wonach die Flächen beim Haus Weingarten und südlich Binzengrün stärker zum Wohnungsbau beitragen sollen. In diesem Kompromissmodell entstehen insgesamt nur 40 Wohnungen weniger als bei einer Bebauung der Grünspange. 

Die SPD im Freiburger Gemeinderat ist überzeugt, dass für den Rahmenplan Weingarten West und die damit verbundene Innenentwicklung eine Lösung gefunden werden kann, die auf die Bebauung der Blumenwiese verzichtet.