SPD trauert um Thomas Landsberg

Thomas Landsberg - ein Kommunalpolitiker mit Leidenschaft

Die Freiburger Sozialdemokratie trauert um Thomas Landsberg, der nach langer und schwerer Krankheit am 29.12.2010 gestorben ist.

Thomas Landsberg  war für die SPD von 1975 bis 1990 und 1999 bis 2004 im Gemeinderat der Stadt Freiburg, davon neun Jahre als Fraktionsvorsitzender. Ab 1990 war er acht Jahre lang Bürgermeister für Kultur, Schulen und Sport.

Eingetreten in die SPD im Jahr 1970, engagierte er sich bei den Jusos und sah seine Interessen schon bald in der Kommunalpolitik, was sicher auch durch seinen beruflichen Schwerpunkt als Verwaltungsjurist bedingt war.
Im Besonderen, erst als Stadtrat und später als Bürgermeister, hat er sich für die Belange der Kultur eingesetzt: Kommunales Kino, Kinder- und Jugendtheater im Marienbad, Ausbau des  E-Werks mit dem AAK zu einer Institution der alternativen Kultur. Die heutige Vielfalt der kulturellen Szene in Freiburg ist ganz wesentlich auch sein Verdienst. Er war maßgeblich beteiligt am Bau des Konzerthauses der Sanierung des Theaters sowie dem Neubau des Keplergymnasiums im Stadtteil Rieselfeld.

Sein politisches Wirken als Kommunalpolitiker war vom Gedanken der Nachhaltigkeit geprägt. Thomas Landsberg hat der Stadtpolitik in Freiburg eine neue Richtung gegeben.

1997 wurde das Kulturdezernat durch eine  Mehrheit im Gemeinderat eingespart, was ihn nicht daran hinderte, für die darauffolgende Wahlperiode 1999 wieder zu kandidieren und mit einem sehr guten Ergebnis in den Gemeinderat gewählt zu werden. Seine schwere Erkrankung zwang ihn bald, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen.

Thomas Landsberg war ein diskussionsstarker Politiker, gradlinig, reich an Ideen, konzeptionell denkend und durchsetzungsstark. Es gelang ihm, unterschiedliche Positionen zusammenzuführen. Die Freiburger Sozialdemokratie verliert mit ihm eine ihrer herausragendsten Persönlichkeiten, sie wird ihn nicht vergessen.

Renate Buchen, Fraktionsvorsitzende                                    
Walter Krögner, Kreisvorsitzender