Wohnungen der LBBW gehören in kommunale Zuständigkeit

Der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Landtags- und Gemeinderatsfraktion, Walter Krögner, begrüßt Initiative der Kommunen zum gemeinschaftlichen Erwerb der LBBW-Immobilien-Sparte.

Bisher blockierte die Landesregierung eine gute Lösung für den drohenden Verkauf der landesweit ca. 24.000 Wohnungen der LBBW. Anlässlich des Anfang Juli durchgeführten Genossenschaftstages in Ulm hatte sich der Präsident des Verbandes baden-württembergischer Wohnungsunternehmen (vbw), Gerhard Burkhardt, deutlich positioniert. Er sagte, dass die Mitgliedsunternehmen des vbw, städtische Wohnungsunternehmen und Wohnungsbaugenossenschaften, Interesse am Erwerb des Wohnungsbestandes der LBBW haben.

Für Walter Krögner, beginnt die festgefahrene Situation bei den LBBW-Wohnungen endlich in die richtige Richtung zu gehen. „Die Wohnungsbestände der LBBW gehören in die kommunale Trägerschaft. Dadurch kann am ehesten die soziale Balance sichergestellt werden.“

Seit mehr als einem Jahr sind die Mieterinnen und Mieter der LBBW-Wohnungen verunsichert. Sie wissen nicht was mit ihrem Zuhause passiert. Dass kommunal verankerte Wohnungsunternehmen und nicht sogenannte Heuschrecken Interesse an den Wohnungen der LBBW bekundet haben, ist aus Sicht der SPD eine positive Entwicklung. 

„Ich würde mich freuen, wenn das bald jahrelange Warten der Mieterinnen und Mieter der LBBW-Wohnungen endlich ein Ende hat und wenn die Wohnungsbestände an zuverlässige Vermietungsunternehmen übergehen“, so die Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Renate Buchen.

Die Beteiligung von Wohnbaugenossenschaften neben den kommunalen Wohnungsunternehmen ist für Krögner wünschenswert. Auch die Beteiligung bürgerschaftlichen Geldes ist für den SPD-Abgeordneten vorstellbar.

„Ich freue mich, dass die im vbw zusammengefassten Wohnungsbauunternehmen tatsächlich gemeinschaftlich den Kauf der Immobilensparte der LBBW angehen wollen. Dies hatte ich ihnen auch schon am Rande der Jahrestagung des vbw im vergangenen Sommer in Villingen-Schwenningen geraten, als einige noch auf die (zwischenzeitliche) Übernahme der LBBW-Immobiliensparte durch die L-Bank spekulierten.“

Walter Krögner: „Wir begrüßen die Absicht, den Wohnungsbestand der LBBW durch ein kommunales Konsortium zu erwerben. Zur Verbreiterung der (finanziellen) Basis wünschen wir die zusätzliche Beteiligung genossenschaftlicher sowie weiterer ehemals gemeinnütziger regional tätiger Wohnungsbauunternehmen.“

Renate Buchen: „Von der Verwaltungsspitze erwarten wir die Information darüber, mit welchem Finanzierungskonzept sie sich an dem Käuferkonsortium zu beteiligen gedenkt. Des weiteren gehen wir davon aus, dass die Fraktionen des Gemeinderats von nun an intensiv und kontinuierlich am Fortgang der Verhandlungen beteiligt bzw. informiert werden.“