Wohnungslosigkeit bekämpfen

Amtsblatt Artikel, Ausgabe Nr. 674

Viele Menschen sind in Freiburg auf Wohnungssuche. Sei es für eine größere Wohnung als Familie oder eine erste Wohnung als Student. Wir wissen um die Wohnungsknappheit in der Stadt und tun alles uns mögliche, die Situation zu verbessern und gleichzeitig die Lebensqualität in der Stadt zu erhalten. Es gibt aber auch Menschen in der Stadt, die haben nicht einmal das sprichwörtliche Dach über dem Kopf. Obdachlose, für deren Situation der Wohnungslosigkeit es vielschichtige Gründe gibt: Schicksale aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten, oftmals wegen Arbeitslosigkeit, Scheidung, Sucht und Krankheit. Dazu kommen inzwischen auch Menschen, die einer regulären Arbeit nachgehen, aber mangels Wohnung die Notübernachtung brauchen. Die Stadt muss für inzwischen für über 800 wohnungslose Menschen Notübernachtungen, Wohnheime und Beratungsstellen bereithalten.

Im Freiburger Hilfesystem stellen die Stadt, sowie kirchliche -und soziale Träger wohnungslosen Menschen Angebote in Tagesstätten zur Verfügung, in denen ihnen bei den notwendigsten Bedürfnissen (Ernährung, Kleidung, Beratung, gesundheitliche Versorgung) geholfen wird. Die  städtische „OASE“ ist nicht nur Not(übernachtungs-) Unterkunft, sondern auch Fachberatungsstelle. Weil wegen der gestiegenen Zahlen Unterkünfte und Wohnheime an Kapazitätsgrenzen stoßen wird die Wohnungslosenhilfe nun von der Stadt neu geordnet. Die SPD-Fraktion begrüßt deshalb, dass man im Rathaus die steigende Not nicht nur erkannt hat, sondern handeln will. In der nächsten Woche wird der Gemeinderat über eine Anzahl an baulichen Maßnahmen entscheiden, die die Unterbringungssituation von Wohnungslosen kurzfristig verbessern sollen. Mit Beteiligung der Stadtbau ist vorgesehen, Häuser im städtischen Besitz für Wohnungsneubau zu nutzen und somit Wohnungslosen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, aber auch der Neubau von Wohnheimen ist geplant.

Ein guter erster Schritt auf dem Weg der Weiterentwicklung des städtischen Konzepts der Wohnungslosenhilfe.